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Devisen-Trader-Kolumne: EUR/JPY im Sinkflug

Der Euro gab in den letzten Tagen deutlich nach gegenüber dem US-Dollar und dem Yen. Zulegen könnte die europäische Währung dagegen im Vergleich zum Pfund. Doch für die Kursbewegungen sind im Moment weniger die Konjunkturdaten als die wieder steigende Risikoaversion der Anleger verantwortlich. Die Zweifel über eine rasche Erholung der Weltkonjunktur haben zugenommen und das bewegt die Anleger zu Gewinnmitnahmen am Aktienmarkt. Gleichzeitig sind der Yen und der US-Dollar als "Safe-Haven-Währungen" gefragt, denn viele spekulative Investoren aus Japan und den USA holen Anlagegelder in die Heimat zurück.

Keine Wende durch Konjunkturdaten

In dieser Woche könnten einmal mehr die neuesten Zahlen vom US-Immobilienmarkt am Mittwoch und Freitag die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Mehr als eine Stabilisierung ist aber nicht zu erwarten. Die Indikatoren bleiben trotz eines leichten Anstiegs auf einem historischen Tiefstand. In Deutschland und der Eurozone werden dagegen die Stimmungsindikatoren des ZEW am Dienstag sowie die Einkaufsmanagerindizes am Freitag im Blickpunkt stehen. Es wird eine weitere Verbesserung erwartet. Ob das aber ausreichen würde, um dem Euro wieder Auftrieb zu geben, muss derzeit bezweifelt werden. Insbesondere bei EUR/JPY ist die Abwärtsdynamik derzeit hoch. Der Wechselkurs könnte die Unterstützung bei 128,50 JPY ins Visier nehmen.



Dr. Detlef Rettinger ist Chef-Redakteur von Deutschlands einzigem reinen Devisen-Börsenbrief mit Musterdepot, dem Devisen-Trader. Der promovierte Volkswirt besitzt langjährige Erfahrung in der Analyse des Devisenmarktes und im Handel mit Derivaten. Weitere Infos: www.devisen-trader.de.

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