, APA

Wiener Börse (Nachmittag) - ATX legt um ein Prozent zu / Heimischer Leitindex klettert im Verlauf wieder deutlicher ins Plus - Immofinanz-Titel sehr stark

Die Wiener Börse hat sich am Montag im Verlauf wieder etwas deutlicher in die Gewinnzone vorgearbeitet. Gegen 14.25 Uhr stand der heimische Leitindex ATX mit einem Plus von 1,02 Prozent bei 3.735,46 Punkten. Auch der breiter gefasste ATX Prime legte um 0,95 Prozent auf 1.875,55 Einheiten zu.

Vor Börsenstart hatten bereits positive Meldungen zur neuen Corona-Variante Omikron aus Südafrika für gute Stimmung gesorgt und damit die negativen Vorgaben der Übersee-Börsen überwogen. So wurde aus Südafrika berichtet, dass die Omikron-Variante offenbar vergleichsweise milde Symptome verursache. Jedoch sei die Datenbasis noch sehr gering.

Dabei konnten auch vorbörslich veröffentlichte Konjunkturdaten aus Deutschland nicht sonderlich belasten. Im Oktober erhielten die deutschen Industriebetriebe um deutliche 6,9 Prozent weniger Bestellungen als im Vormonat. Experten hatten ein weitaus geringeres Minus von 0,3 Prozent erwartet.

Daten zur Wirtschaftsstimmung in der Eurozone, die im Laufe des Vormittags folgten, brachten dann jedoch doch eine getrübte Kauflaune bei den Anlegern. So fiel das sentix-Barometer zur Wirtschaftsstimmung in der Eurozone im Dezember deutlich. Im Vergleich zum Vormonat gab der Indikator um 4,8 Punkte auf 13,5 Zähler nach und fiel damit auf den tiefsten Stand seit April. Analysten hatten allerdings mit einem noch etwas stärkeren Rückgang auf 12,5 Punkte gerechnet.

An der Indexspitze im ATX Prime lagen weiterhin die Titel der Immofinanz mit einem satten Kursplus von 5,2 Prozent auf 22,46 Euro. Die ebenso börsennotierte heimische s Immo kündigte an, ihren Anteil an der Immofinanz von derzeit 14,2 Prozent um rund 10 Prozent aufstocken zu wollen. Demnach biete der Konzern 23,00 Euro je Immofinanz-Aktie. Die Titel der s Immo gaben zuletzt um ein halbes Prozent nach.

Zuvor hatte am vergangenen Freitag die vom tschechischen Milliardär Radovan Vitek kontrollierte CPI Property Group (CPIPG) ein Kaufangebot für das Unternehmen gelegt. Demnach bietet CPIPG den Aktionären 21,20 Euro in bar pro Immofinanz-Aktie auf einer cum-Dividenden-Basis. Bisher hält die Gruppe bereits 21,4 Prozent an der Immofinanz.

Bei den Aktien des steirischen Anlagenbauers Andritz war es zuletzt ein Plus von 2,8 Prozent. Der Konzern konnte in Mexiko einen Großauftrag an Land ziehen, wie am Wochenende bekannt wurde. So erhielt Andritz vom nationalen Stromversorger des Landes, der Comisión Federal de Electricidad, den Auftrag zur Modernisierung und Aufrüstung von neun Wasserkraftwerken.

Aus Branchensicht konnten sich die Aktien der OMV den europaweit gut gesuchten Ölwerten anschließen und um über 3 Prozent zulegen. Für die Titel des Ölfeldausrüsters SBO ging es hingegen um leichte 0,3 Prozent nach unten. Auch die Bankenwerte zeigten sich uneinheitlich. Während die Papiere der Erste Group um 0,8 Prozent und jene der Bawag um 0,4 Prozent zulegten, gaben die RBI-Aktien um deutliche 2,3 Prozent nach.

pma/ste

 ISIN  AT0000999982
Copyright APA. Alle Rechte vorbehalten. Weiterverbreitung, Wiederveröffentlichung oder dauerhafte Speicherung ohne ausdrückliche vorherige Zustimmung von APA ist nicht gestattet.