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Wiener Börse (Eröffnung) - ATX zur Eröffnung fester / Berichte zu Omikron-Variante aus Südafrika lassen Anleger aufatmen - Andritz-Aktien nach Großauftrag klar im Plus - Immofinanz legen ebenso klar zu

Die Wiener Börse ist am Montag mit deutlich höheren Kursen in den Handel gestartet. Gegen 9.40 Uhr, kurz nach Handelsbeginn, stand der heimische Leitindex ATX mit einem Plus von 0,95 Prozent bei 3.732,99 Punkten. Der breiter gefasste ATX Prime stieg ebenso um 0,91 Prozent auf 1.875,11 Einheiten. Auch andernorts in Europa ging es am Montag zum Handelsauftakt klar nach oben.

Grund für die positive Marktstimmung zum Wochenauftakt dürften neue Berichte zur Corona-Variante Omikron sein. So wurde am Wochenende aus Südafrika berichtet, dass die Omikron-Variante offenbar vergleichsweise milde Symptome verursache. Außerdem hätten die meisten Patienten, die wegen Omikron in Kliniken lägen, Vorerkrankungen. Diese Meldungen lassen die Anleger laut Marktanalyst Jeffrey Halley vom Broker Oanda aufatmen. Allerdings sei die Datenbasis noch gering.

Die gute Stimmung zum Auftakt konnten auch schwach ausgefallene Konjunkturdaten aus Deutschland nicht trüben. Im Oktober erhielten die deutschen Industriebetriebe deutliche weniger Aufträge als zuletzt. Gegenüber September seien insgesamt um 6,9 Prozent weniger Bestellungen eingegangen. Experten hatten im Schnitt nur ein weitaus geringeres Minus von 0,3 Prozent erwartet.

Der Rückgang ist den Statistikern des deutschen Bundesamts zufolge vor allem auf geringere Großaufträge aus dem Ausland zurückzuführen. Die Experten der Commerzbank sehen darin jedoch nicht den einzigen Grund: "Aber auch wenn man diesen Effekt außen vor lässt, zeigt sich mehr und mehr, dass der Auftragsboom in der Industrie zumindest vorerst zu Ende ist".

Im ATX Prime verbuchten zum Handelsauftakt die Titel des steirischen Anlagenbauers Andritz mit plus 2,8 Prozent die deutlichsten Aufschläge. Hierbei sorgte ein neuer Großauftrag in Mexiko für Auftrieb. So erhielt Andritz vom nationalen Stromversorger des Landes, der Comisión Federal de Electricidad, den Auftrag zur Modernisierung und Aufrüstung von neun Wasserkraftwerken.

Dahinter waren auch die Papiere der Immofinanz mit plus 2,1 Prozent auf 21,80 Euro gut gesucht. Vor dem Wochenende war bekannt geworden, dass die vom tschechischen Milliardär Radovan Vitek kontrollierte CPI Property Group (CPIPG) ein Kaufangebot für das Unternehmen gelegt hat. Demnach bietet CPIPG den Aktionären 21,20 Euro in bar pro Immofinanz-Aktie auf einer cum-Dividenden-Basis. Bisher hält die Gruppe bereits 21,4 Prozent an der Immofinanz.

Die Aktien der OMV legten am Vormittag um fast 2 Prozent zu. Bei den heimischen Bankenwerten war die Tendenz unterdessen nicht eindeutig. Einerseits gewannen die Titel der Erste Group 1,2 Prozent und BAWAG legten um 1,1 Prozent zu. Für die Aktien der Raiffeisen Bank International ging es hingegen um 0,6 Prozent nach unten.

pma/ger

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