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Wiener Börse (Nachmittag) - ATX am Nachmittag wieder erholt / US-Daten sorgen nur für kleinen Kursabsacker - Ölwerte gut gesucht - Do&Co nach neuem Auftrag fünf Prozent im Plus

Die Wiener Börse hat sich am Freitagnachmittag fester gezeigt. Der heimische Leitindex ATX kletterte bis 15.00 Uhr um 0,66 Prozent auf 3.714,40 Einheiten. Der breiter gefasste ATX Prime gewann 0,62 Prozent auf 1.866,01 Zähler.

Im Frühhandel ging es in Wien bereits deutlich nach oben, im Verlauf des Vormittag schmolzen die Verlaufsgewinne aber immer weiter ein. Nach diesem kurzen Absacker schöpfte der Leitindex aber scheinbar wieder neue Kraft und legte kontinuierlich zu. Auch der US-Arbeitsmarktbericht konnte dem Aktienbarometer nur einen kurzzeitigen Dämpfer verpassen, kurz nach der Veröffentlichung setzte der ATX seine Aufwärtsbewegung schon wieder fort.

Die US-Arbeitsmarktzahlen fielen gemischt aus. Die US-Wirtschaft hat demnach im November wesentlich weniger Arbeitsplätze geschaffen als prognostiziert. Außerhalb der Landwirtschaft kamen 210.000 Stellen dazu, Analysten hatten im Schnitt mit einem mehr als doppelt so starken Zuwachs von 550 000 Stellen gerechnet. Die Arbeitslosenquote ist hingegen überraschend stark auf 4,2 Prozent zurückgegangen. Die durchschnittlichen Stundenlöhne erhöhten sich gegenüber dem Vormonat um 0,3 Prozent, Analysten hatten im Schnitt 0,4 Prozent erwartet.

In Wien gab es gute Nachrichten für die Investoren von Do&Co. Der Airline-Caterer gab bekannt, dass er einen neuen Auftrag in den USA gewonnen hat. Demnach intensiviert das Unternehmen seine Zusammenarbeit mit der US-Airline Delta Air und übernimmt als "Hub Caterer" in Boston die Versorgung der Delta-Air-Passagiere. Die Papiere kletterten in Reaktion um 5,16 Prozent nach oben und führten damit die Liste der Kursgewinner im prime market an.

Fester zeigten sich auch Semperit (plus 3,38 Prozent) und Andritz (plus 1,89 Prozent). Die Erste Group schreibt in ihrem "Austrian Daily", dass der Anlagenbauer einen weiteren Auftrag von GUTEX Holzfaserplattenwerk bekommen hat, zudem startet das Unternehmen am 13. Dezember ein Rückkaufprogramm. Es sollen bis zu eine Million Aktien erworben werden.

Die OMV dürfte von einer freundlichen Analystenstimme profitieren: Im Rahmen einer Sektorstudie wurde von der Deutschen Bank das Kursziel für die Aktien des Ölkonzerns von 58,6 auf 64,0 Euro angehoben, die Anlageempfehlung "Buy" blieb aufrecht. OMV-Papiere legten um 1,63 Prozent auf 48,59 Euro zu. Auch die nach neuen OPEC-Beschlüssen steigenden Rohölpreise dürften sich positiv auf den Kursverlauf auswirken.

Branchenkollege Schoeller-Bleckmann verteuerten sich ebenfalls um 1,14 Prozent. Die Analysten der RBI haben ihr Kursziel für die Aktie des Ölfeldausrüsters zuletzt von 38 auf 40 Euro erhöht und ihre Empfehlung auf "buy" angehoben.

Die Liste der Kursverlierer führten Addiko Bank mit minus 3,97 Prozent an. Die im ATX schwer gewichteten Finanzwerte konnten ihre Verluste eingrenzen. Bei BAWAG und Raiffeisen Bank International blieb noch ein Abschlag von je 0,38 Prozent, Erste Group drehten ins Plus und gewannen 0,83 Prozent.

kat/mik

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