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Wiener Börse (Mittag) - ATX gibt Verlaufsgewinne wieder ab / Kleines Plus von 0,14 Prozent noch übrig - Bankwerte drehen ins Minus

Die Wiener Börse hat sich am Freitag zu Mittag zwar weiterhin mit positiven Vorzeichen gezeigt, kam aber von ihren Höchstständen deutlich zurück. Der heimische Leitindex ATX kletterte bis 12.00 Uhr um nur noch 0,14 Prozent auf 3.695,13 Einheiten. Der breiter gefasste ATX Prime gewann 0,16 Prozent auf 1.857,52 Zähler. Die wichtigsten europäischen Leitindizes rutschten nach einem freundlichen Vormittagsgeschäft bereits ins Minus.

Im Frühhandel ging es in Wien noch deutlich nach oben, zunächst sorgten starke Vorgaben von den US-Aktienmärkten für etwas Optimismus. Im Verlauf des Vormittag schmolzen die Kursgewinne aber immer weiter dahin. Die Anleger sind weiterhin nervös, das Geschäft volatil - Omikron und seine möglichen Auswirkungen lassen die Märkte vorsichtig bleiben.

Das Tageshighlight von Konjunkturseite steht am Nachmittag am Programm. Dann wird der US-Arbeitsmarktbericht veröffentlicht. Die Zahlen sind vor allem in Hinblick auf die geldpolitischen Entscheidungen der US-Notenbank Fed von Relevanz.

"Bereits im Beige Book hat die Fed in dieser Woche von 'robusten' Lohnsteigerungen gesprochen und Fed-Chef Powell vermied es jüngst, den Inflationsanstieg als vorübergehend zu bezeichnen. Eine Bestätigung seitens der Datenveröffentlichungen würde die Fed in der Absicht bestärken, das Tapering zu beschleunigen, um bereit zu sein für Zinserhöhungen", so die Helaba weiter.

Meldungsseitig blieb es in Wien bisher ruhig. Ölwerte hatten in der Früh vor dem Hintergrund steigender Rohölpreise nach neuen OPEC-Beschlüssen zulegen können. Bei Schoeller-Bleckmann blieb davon nur noch einmageres Plus von 0,16 Prozent. Die OMV dürfte von einer freundlichen Analystenstimme profitieren: Im Rahmen einer Sektorstudie wurde von der Deutschen Bank das Kursziel für die Aktien des Ölkonzerns von 58,6 auf 64,0 Euro angehoben, die Anlageempfehlung "Buy" blieb aufrecht. OMV-Papiere legten um 1,42 Prozent auf 48,49 Euro zu.

Mit kräftigen Aufschlägen von 3,20 Prozent setzten sich die Aktien des Gummiverarbeiters Semperit an die Spitze der Kursgewinner. Auch die Anteilsscheine von Airline Caterer Do&Co notierten um 2,72 Prozent fester. Daneben kletterten auch Andritz um 1,56 Prozent. Die Erste Group schreibt in ihrem "Austrian Daily", dass der Anlagenbauer einen weiteren Auftrag von GUTEX Holzfaserplattenwerk bekommen hat, zudem startet das Unternehmen am 13. Dezember ein Rückkaufprogramm. Es sollen bis zu eine Million Aktien erworben werden.

Die Liste der Kursverlierer wurde bis Mittag länger. Abwärts ging es für ATX-Schwergewicht voestalpine, die um 2,28 Prozent nachließen. Auch Abschläge bei den stark gewichteten Bankwerten Erste Group (minus 0,16 Prozent) , BAWAG (minus 1,05 Prozent) und Raiffeisen Bank International (minus 1,14 Prozent) lasteten auf dem Leitindex.

kat/mik

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