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Wiener Aktienmarkt vorbörslich fester erwartet / Starke US-Vorgaben - US-Kongress verabschiedete Übergangshaushalt - US-Arbeitsmarktbericht mit Spannung erwartet

Die Wiener Börse dürfte am Freitag mit höheren Notierungen in den Handel starten. Eine Indikation auf den heimischen Leitindex ATX signalisierte rund dreißig Minuten vor Sitzungsbeginn ein Plus von 0,60 Prozent. Starke Vorgaben kommen aus den USA, und auch die wichtigsten asiatischen Indizes konnten tendenziell zulegen. Dennoch sind die Anleger weiter weiterhin nervös, das Geschäft volatil - Omikron und seine möglichen Auswirkungen lassen die Märkte vorsichtig bleiben.

Am Donnerstag nach Börsenschluss wurde in den USA bekannt, dass der US-Kongress einen Übergangshaushalt verabschiedet und somit eine drohende Haushaltssperre verhindert hat. Auch datenseitig stehen zum Wochenende hin Veröffentlichungen in den USA im Blickpunkt. "Bei den Einkaufsmanagerindizes des Dienstleistungsgewerbes in Deutschland, Frankreich und der Eurozone handelt es sich um endgültige Werte und das von ihnen gezeichnete Bild einer soliden Stimmungslage sollte auch in Spanien und Italien vorherrschen. In den USA dagegen steht der Arbeitsmarktbericht im Mittelpunkt des Interesses", schrieben die Experten der Helaba.

Die US-Daten sind vor allem in Hinblick auf die geldpolitischen Entscheidungen der US-Notenbank Fed von Relevanz. "Bereits im Beige Book hat die Fed in dieser Woche von "robusten" Lohnsteigerungen gesprochen und Fed-Chef Powell vermied es jüngst, den Inflationsanstieg als vorrübergehend zu bezeichnen. Eine Bestätigung seitens der Datenveröffentlichungen würde die Fed in der Absicht bestärken, das Tapering zu beschleunigen, um bereit zu sein für Zinserhöhungen", so die Helaba weiter.

In Wien blieb es meldungsseitig bisher sehr ruhig. Den Angaben der Erste Group zufolge hat Andritz einen Auftrag von GUTEX Holzfaserplattenwerk bekommen, zudem startet das Unternehmen am 13. Dezember ein Rückkaufprogramm. Es sollen bis zu eine Million Aktien erworben werden. Von Analystenseite gab es Neuigkeiten zur OMV. Im Rahmen einer Sektorstudie wurde von der Deutschen Bank das Kursziel für die Aktien des Ölkonzerns von 58,6 auf 64,0 Euro angehoben.

Am Donnerstag hat die Wiener Börse mit Abschlägen geschlossen. Der ATX gab 0,55 Prozent auf 3.689,99 Punkte ab. Auf den heimischen Aktienmarkt drückte vor allem eine sehr schwache europäische Anlegerstimmung. Im Späthandel konnten die Abschläge beim ATX im Zuge einer starken Tendenz an der Wall Street aber noch etwas eingegrenzt werden.

In Wien gestaltete sich die Meldungslage auf Unternehmensebene sehr mager. Im Technologiebereich rutschten AT&S-Aktien um vier Prozent tiefer. In einer europäischen Branchenbetrachtung wurden Techwerte merklich gemieden. Apple habe Zulieferer über eine sich abschwächende Nachfrage nach dem iPhone13 informiert, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Vorabend und dies drückte in diesem Bereich auf die Aktienkurse.

Flughafen Wien büßten 2,9 Prozent an Höhe ein. Unter den Schwergewichten verbilligten sich Raiffeisen Bank International um 1,4 Prozent. Die Verbund-Anteilsscheine gaben um 1,1 Prozent nach. Telekom Austria gaben um 2,1 Prozent ab. OMV und Erste Group kamen in einem ähnlichen Ausmaß um 0,5 bzw. 0,6 Prozent zurück.

Die größten Kursgewinner im prime market am Donnerstag:

Do&Co   +1,90% 69,80 Euro 
AMAG    +1,50% 40,60 Euro 
Lenzing +1,33% 106,80 Euro

Die größten Kursverlierer im prime market am Donnerstag:

Marinomed      -4,66% 90,00 Euro
AT&S           -3,95% 43,75 Euro
Flughafen Wien -2,89% 26,90 Euro

kat/ger

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