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Wiener Börse 2 - ATX verliert 0,43 Prozent / Negatives Umfeld - Inflationssorgen belasten - Ölwerte mit Aufschlägen

Die Wiener Börse hat sich am Dienstag mit schwächerer Tendenz präsentiert. Der ATX schloss nach festerem Verlauf noch um 14,1 Punkte oder 0,43 Prozent tiefer bei 3.237,65 Einheiten. Das internationale Börsenumfeld zeigte sich ebenfalls klar im roten Bereich. Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr: Dow Jones/New York -0,69 Prozent, DAX/Frankfurt -2,49 Prozent, FTSE-100/London -0,67 Prozent und CAC-40/Paris -1,07 Prozent.

Marktbeobachter verwiesen auf die Erwartung einer anziehenden Inflation, die unter den Anlegern für Unsicherheit sorge. Zudem drückte die schwächer tendierende Wall Street auf die Stimmung.

Datenseitig rückten am Nachmittag aktuelle US-Nachrichten in den Fokus: Das Handelsbilanzdefizit der USA ist im März auf einen Rekordstand gestiegen. Das Defizit sei zum Vormonat um 3,9 Milliarden auf 74,4 Milliarden US-Dollar gewachsen. Analysten hatten das Defizit so prognostiziert. Die US-Industrie hat im März wieder mehr neue Aufträge eingesammelt. Die Bestellungen stiegen um 1,1 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Ökonomen hatten mit einem Plus von 1,3 Prozent gerechnet.

Unter den heimischen Einzelwerten mussten AT&S einen Abschlag in Höhe von 4,21 Prozent verbuchen. Marktbeobachter verwiesen hier auf einen international sehr schwachen Tech-Sektor. Bei den Indexschwergewichten verloren Andritz 2,68 Prozent und BAWAG schlossen um 2,10 Prozent tiefer.

Gute Nachfrage gab es hingegen bei den heimischen Öl-Titeln zu beobachten. So zogen Schoeller-Bleckmann um 1,11 Prozent an und OMV führten die Gewinnerliste im prime market mit einem Kursanstieg um 3,00 Prozent auf 43,24 Euro an. Angesichts steigender Rohölnotierungen waren Öl-Aktien europaweit gesucht.

Die Analysten der Credit Suisse haben zudem ihre Einstufung "outperform" für die Aktien der OMV nach den jüngst vorgelegten Ergebnissen bestätigt. Auch das Kursziel von 52,50 Euro wurde unverändert beibehalten.

Die Analysten von Raiffeisen Research haben ihre Kaufempfehlung "Buy" für die Aktien der Telekom Austria bestätigt. Das Kursziel wurde von 8,10 auf 8,40 Euro angehoben. Die Aktien der Telekom Austria schlossen 1,46 Prozent höher bei 6,93 Euro.

Wienerberger gaben um 1,20 Prozent nach. Der Baustoffhersteller wird für das Geschäftsjahr 2020 eine Dividende von 0,60 Euro je Aktie ausschütten. Das wurde heute, Dienstag, in der Hauptversammlung beschlossen, teilte das Unternehmen mit.

Die Lenzing Gruppe will mehr als 200 Mio. Euro in ihre Produktionsstandorte in Purwakarta (Indonesien) und Nanjing (China) investieren. Damit sollen bestehende Kapazitäten für Standardviskose in Kapazitäten für umweltverträgliche Spezialfasern umgewandelt werden. Lenzing-Aktien konnten sich um 0,72 Prozent verbessern.

ger/pma

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