, dpa-AFX

Aktien New York: Keine nachhaltige Reaktion auf Fed-Entscheid

Überwiegend leichte Verluste haben die US-Aktienmärkte am Mittwoch im Handelsverlauf verbucht. Die vor wenigen Minuten veröffentlichten geldpolitischen Entscheidungen der US-Notenbank Fed hatten nur kurzzeitig leicht positiven Einfluss auf die Indizes, änderten aber nichts an der südlichen Kursrichtung.

Der Dow Jones Industrial notierte zuletzt 0,44 Prozent tiefer bei 33 835,63 Punkten. Der S&P 500 markierte im frühen Handel ein weiteres Rekordhoch bei 4197,04 Punkten, bröckelte aber danach ab. Zuletzt wurde der marktbreite Index 0,01 Prozent niedriger bei 4186,28 Zählern notiert. Der technologielastige Nasdaq 100 sank um 0,23 Prozent auf 13 928,23 Punkte.

Die Fed hält an ihrer historisch lockeren Geldpolitik fest. Der Leitzins verbleibt wie erwartet auf dem sehr niedrigen Niveau von 0,0 bis 0,25 Prozent. Dies sei angesichts der Lage am Arbeitsmarkt und der langfristig niedrigen Inflationsrate angemessen, hieß es in einer Mitteilung der Zentralbank am Mittwoch. Auch die Wertpapierkäufe in Höhe von rund 120 Milliarden US-Dollar im Monat zur Stützung der Konjunktur werden weitergehen. Analysten hatten mit diesen Entscheidungen gerechnet.

Unter den Einzelwerten fielen die Aktien von Amgen mit einem Kursabschlag von 7 Prozent als klares Dow-Schlusslicht besonders negativ auf. Der US-Biotechkonzern litt bei seinen Medikamentenverkäufen stärker unter der Covid-19-Pandemie als Experten erwartet hatten. Die Produkterlöse sanken im ersten Quartal um 5 Prozent, der Konzernumsatz fiel um 4 Prozent.

Die A-Aktien von Alphabet rückten dagegen um 4,2 Prozent vor und kletterten damit auf ein Rekordhoch. Der Google-Mutterkonzern erntete nicht nur viel Lob für sein zurückliegendes Quartal, sondern auch für vermeldete Aktienrückkäufe mit einem Volumen von bis zu 50 Milliarden Dollar. Das Werbegeschäft auf der Suchmaschine läuft in der Corona-Pandemie auf Hochtouren.

Für die zuletzt rekordhohen Microsoft-Aktien hingegen ging es um 2,9 Prozent bergab. Der Softwarekonzern sei eine Klasse für sich, kommentierte Analyst Raimo Lenschow von der Barclays Bank. Nach dem überwältigenden Vorquartal seien die Erwartungen an das dritte Geschäftsquartal aber schon so hoch gewesen, dass das Ergebnis nun nicht mehr beeindruckt habe.

Licht und Schatten gab es auch bei weiteren Quartalsberichten. Die Visa-Anteile gewannen 1,6 Prozent. Der Finanzkonzern hat sich im vergangenen Quartal dank steigender Ausgaben seiner Kreditkartenkunden langsam von der Corona-Krise erholt. Laut dem DZ-Bank-Experten Werner Eisenmann übertraf das Unternehmen die Erwartungen.

Die Aktien von Boeing hingegen büßten 2,6 Prozent ein. Der US-Flugzeugbauer hat nach seinem Rekordverlust im vergangenen Jahr auch Anfang 2021 tiefrote Zahlen geschrieben. Am Markt hieß es, der erreichte Quartalsverlust sei auf bereinigter Basis höher als von Analysten prognostiziert.

Auch im Chipsektor dominierten Quartalsberichte die Kurse. So verloren AMD 1,0 Prozent, Texas Instruments büßten 4,3 Prozent ein und Intel fielen um 0,8 Prozent./edh/he

 ISIN  US2605661048  US6311011026  US78378X1072

AXC0374 2021-04-28/20:26

Relevante Links: Alphabet Inc., Advanced Micro Devices Inc., Microsoft Corp., Amgen Inc., Boeing Company, Intel Corporation, Texas Instruments Incorporated, Visa Inc.

Copyright dpa-AFX Wirtschaftsnachrichten GmbH. Alle Rechte vorbehalten. Weiterverbreitung, Wiederveröffentlichung oder dauerhafte Speicherung ohne ausdrückliche vorherige Zustimmung von dpa-AFX ist nicht gestattet.