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BAWAG mit Sonder-HV zu erster Tranche von Dividendennachzahlung / Für 2019 geht es am 3.3. jetzt einmal um 40 Mio. Euro, im Jahresverlauf soll der größere Teil fließen - 460 Millionen Euro Ausschüttungen für 2019 und 2020 geplant

Die börsennotierte BAWAG wird am 3. März eine außerordentliche Hauptversammlung abhalten. Tagesordnungspunkt: Gewinnverwendung 2019 und somit eine erste Dividendennachzahlung. Im Covid-Jahr hatten die Bankenaufseher den Banken ja dringend abgeraten, im Coronajahr 2020 Dividenden für 2019 auszuschütten. Weil die Institute auch heuer noch lieber Geld im Haus belassen sollten, haben EZB und Finanzmarktaufsicht bis 30. September 2021 weitere Dividendenzurückhaltung empfohlen.

Insgesamt hat die BAWAG für Dividendenzahlungen an ihre Aktionäre für die Jahre 2019 und 2020 an die 460 Millionen Euro zur Seite gelegt. Es wird, auch wenn die Aufsichtsvorgaben nicht mehr ganz so strikt sind wie voriges Jahr, jedenfalls nicht alles auf einmal fließen.

Eine erste kleine Tranche soll jetzt im März fließen. Für die virtuelle Sonderhauptversammlung am 3. März 2021 schlägt der Vorstand der BAWAG Group vor, für 2019 eine Dividende von 0,4551 Euro je dividendenberechtigter Aktie, insgesamt höchstens 40,438 Mio. Euro, zu beschließen.

Das entspreche dem Maximalbetrag, den die BAWAG laut Empfehlung der Europäischen Zentralbank (EZB) vom 15. Dezember 2020 ausschütten darf. Dividendenzahltag für die erste Tranche für 2019 ist der 12. März 2021, Ex-Dividendentag der 10. März.

Der größere Rest steht noch aus: In der nächsten ordentlichen Hauptversammlung, die in der zweiten Jahreshälfte 2021 stattfinden wird, plant der Vorstand die Ausschüttung der verbleibenden 420 Mio. Euro vorzuschlagen.

Zur Erinnerung: In der ordentlichen BAWAG-HV vom 30. Oktober 2020 wurde beschlossen, den Bilanzgewinn voll auf neue Rechnung vorzutragen. Damit wurde der EZB-Empfehlung entsprochen, bis 1. Jänner 2021 gar keine Dividenden auszuschütten. Wiederholt betonte der BAWAG-Vorstand aber, dass für 2019 ein Gewinn von 230 Mio. Euro für künftige Ausschüttungen vorgesehen wurde. Am 15. Dezember 2020 riet die EZB bis 30. September 2021 weiter zu äußerster Zurückhaltung bei Dividendenzahlungen. Es darf doch etwas gezahlt werden, aber nicht mehr als 15 Prozent des akkumulierten Gewinns.

Am 9. Februar 2021 kündigte die BAWAG an, im Jahr 2021 insgesamt Dividenden in Höhe von in Summe 460 Mio. zur Ausschüttung vorgesehen zu haben. Das wären die regulären Dividenden von 372 Millionen Euro für die Geschäftsjahre 2019 und 2020 und zudem - obwohl der Gewinn 2020 wie berichtet um ein Drittel gesunken ist - eine Sonderdividende von 88 Mio. Euro, um den vorgemerkten Dividendenbetrag für 2019 und 2020 von je 230 Mio. Euro in absoluten Beträgen gleich zu halten.

rf/itz

 ISIN  AT0000BAWAG2
 WEB   http://www.bawagpsk.com

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