, dpa-AFX

Autobranche spricht mit Bundesregierung über Halbleiter-Engpässe

Die akuten Engpässe bei wichtigen Halbleiter-Produkten wie Elektronik-Chips und Sensoren alarmieren die deutsche Autoindustrie zunehmend. Inzwischen liefen Beratungen mit der Politik darüber, wie sich die Lage entschärfen lassen könnte, erklärte der Branchenverband VDA in Berlin. "Global wird intensiv daran gearbeitet, die Versorgung mit Halbleitern - insbesondere auf der Ebene der Chip-Hersteller - sicherzustellen", hieß es. "Der VDA ist hierzu auch mit der Bundesregierung in Kontakt."

Bei Herstellern wie Volkswagen , Daimler oder Audi waren zuletzt bereits etliche Schichten ausgefallen. Deshalb gibt es vorübergehend wieder mehr Kurzarbeit. Weiterverarbeiter von Halbleiter-Material und Autozulieferer wie Hella oder Continental sprachen ebenso von Engpässen. Auch einige andere Wirtschaftszweige haben Probleme.

"Aufgrund unterschiedlicher Einflüsse ist die weltweite Nachfrage nach bestimmten Halbleiter-Bauteilen derzeit höher als das Angebot", hieß es vom VDA. "Von dieser Verknappung sind auch die weltweite Automobilindustrie und Elektronik-Lieferanten betroffen."

Als eine Ursache gilt die angespannte Situation bei einigen zentralen Zulieferern, auch in Asien. Die aktuelle Nachfragespitze bei Halbleitern kommt für einige Chip-Produzenten überraschend - das Autogeschäft zieht früher an als erwartet, während andere Branchen wie Unterhaltungselektronik oder Medizintechnik ebenfalls versorgt werden wollen. Hinzu kommen unterausgelastete Kapazitäten beim Rohstoff Silizium im wichtigen Erzeugerland China./jap/DP/mis

 ISIN  DE0007100000  DE0005439004  DE0007664039  DE0006231004  DE000A13SX22

AXC0039 2021-01-19/06:31

Relevante Links: Continental AG, Infineon Technologies AG, Daimler AG, Volkswagen AG, Hella GmbH & Co. KGaA

Copyright dpa-AFX Wirtschaftsnachrichten GmbH. Alle Rechte vorbehalten. Weiterverbreitung, Wiederveröffentlichung oder dauerhafte Speicherung ohne ausdrückliche vorherige Zustimmung von dpa-AFX ist nicht gestattet.