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AKTIE IM FOKUS: Hellofresh sacken ab - JPMorgan schürt Wachstumssorgen

Eine skeptische Studie von JPMorgan hat die Aktionäre von Hellofresh am Montagmorgen kalt erwischt. Nach dem starken Freitag mit einer Rückkehr an den Chartwiderstand um 50 Euro sackten die Papiere des Kochboxenanbieters auf der Handelsplattform Tradegate zeitweise um mehr als sechs Prozent auf 46,80 Euro ab. Zuletzt konnte das Papier das Minus etwas reduzieren.

JPMorgan-Analyst Marcus Diebel hält es für den klaren Gewinner der Corona-Lockdowns für zunehmend schwierig, die Anzahl von Stammkunden weiter nennenswert zu steigern. Er hält ein Kursziel von 35 Euro für fair und signalisiert damit weitere 25 Prozent Rückschlagsrisiko. Beim Rekordhoch von 56,40 Euro im Oktober hatten sich die Hellofresh-Papiere im Jahresverlauf zwischenzeitlich verdreifacht.

Diebel stufte das Papier daher auf "Underweight" ab. Bis zum Sommer zählte er beim Blick auf die Hellofresh-Aktie lange Zeit zu den größten Optimisten. Zu Beginn der Pandemie hatte er das Papier zum Kauf empfohlen, wurde dann aber ab Juni zunehmend skeptischer, nahm erst das Kursziel zurück und stufte es dann im Juli auf "Neutral" ab.

Hellofresh kündigte zudem am Montagmorgen eine Übernahme in den Vereinigten Staaten an. Für bis zu 277 Millionen US-Dollar in bar vorbehaltlich üblicher Kaufpreisanpassungsmechanismen soll die US-Firma Factor75 gekauft werden./ag/zb

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