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Nordrhein-Westfalen will beim Wasserstoff-Einsatz voranschreiten

Nordrhein-Westfalens Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) will am Montag (10.30 Uhr) eine Strategie vorstellen, um den Einsatz von Wasserstoff zu beschleunigen. Für den klimaschonenden Energieträger werden unter anderem Ausbauziele für die nächsten Jahre definiert. Es geht zudem um Änderungen der Gesetzgebung, damit der Entwicklung keine regulatorischen Steine im Weg liegen. Der H2-Einsatz ist ein wichtiger Baustein auf dem Weg zur klimaneutralen Industrie, die 2050 erreicht werden soll.

Wasserstoff ist ein Schlüsselenergieträger der Energiewende, da seine Herstellung aus Wasser mit Hilfe von Ökostrom die Atmosphäre nicht belastet. Dafür wird Wasser mittels eines chemischen Prozesses - der Elektrolyse - in die Bestandteile Wasserstoff und Sauerstoff aufgespalten. In der Industrie wird er bisher nur wenig genutzt.

In der bisherigen Nische ist NRW gut vertreten: In dem Bundesland gibt es nach Angaben der Staatskanzlei 240 Kilometer lange Wasserstoff-Pipelines, zudem nutzen die hiesigen Firmen jährlich eine halbe Million Tonnen Wasserstoff und damit fast ein Drittel des industriellen Verbrauchs von ganz Deutschland.

Unlängst hatten große Konzerne aus NRW 13 Wasserstoffprojekte vorgestellt, in die sie insgesamt vier Milliarden Euro investiert haben. Thyssenkrupp will zum Beispiel klimaschonend Stahl fabrizieren, RWE arbeitet an effizienter Wasserstofferzeugung und Eon an der Umrüstung von Gasnetzen für den Transport. Geht es nach Wirtschaftsminister Pinkwart, setzen in den kommenden Jahren noch viel mehr Firmen auf den klimaschonenden Energieträger./wdw/DP/he

 ISIN  DE000ENAG999  DE0007037129  DE0007500001

AXC0042 2020-11-09/05:50

Relevante Links: RWE AG, ThyssenKrupp AG, E.ON SE

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