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Wiener Börse (Mittag) - ATX grenzt Verluste etwas ein / Europaweit dagegen positive Stimmung - Nach Zahlen bleiben OMV und AMAG im Fokus - FACC sehr schwach nach Airbus-Zahlen

Die Wiener Börse hat am Donnerstag zu Mittag ihre Verluste etwas eingegrenzt. Der heimische Leitindex ATX notierte kurz gegen 12.00 Uhr um 0,41 Prozent tiefer bei 2.045,04 Einheiten. Der breiter gefasste ATX Prime verlor 0,48 Prozent auf 1.044,89 Punkte.

Europaweit konnten indes berichterstattende Konzerne die Leitindizes in London und Frankfurt antreiben und die Sorgen um die weiterhin stark steigenden Corona-Infektionszahlen und den damit verbundenen Risiken in den Hintergrund stellen. Bekannt wurde zuletzt, dass sowohl Frankreich als auch Deutschland ihre Maßnahmen zur Eindämmung der Virusverbreitung verschärfen würden.

"Die Maßnahmen verstärken die Sorgen vor einer Beeinträchtigung der konjunkturellen Erholung und so dürfte die Risk-off-Stimmung bestehen bleiben. Die Veröffentlichung des US-Wachstums des 3. Quartals wird daran kaum etwas ändern", kommentierten hierzu die Helaba-Analysten mit im Verlauf anstehenden Konjunkturdaten. "Vor diesem Hintergrund trägt das Scheitern der Verhandlungen für ein weiteres Hilfspaket im US-Kongress ebenfalls nicht zur Stimmungsaufhellung bei", schrieben sie weiter.

Ebenso wenig helfe die Beteuerung der Handlungsbereitschaft seitens der Europäischen Zentralbank (EZB), erläuterten die Experten der Helaba überdies. Die EZB wird am frühen Nachmittag ihre Zinsentscheidung bekannt geben, kurz nachdem in den USA erneut wöchentliche Arbeitsmarktdaten veröffentlicht werden.

Seitens Zahlenvorlagen traten hierzulande zwei berichterstattende Unternehmen in den Vordergrund. So brach das bereinigte Nettoergebnis der OMV um 83 Prozent auf 80 Mio. Euro ein. Das Wertpapier des Konzerns verloren 1,16 Prozent. Schwer zu schaffen macht der OMV der Ölpreisverfall durch die Coronakrise.

Die Pandemie ließ auch den Gewinn des oberösterreichischen Aluminiumkonzerns AMAG einbrechen. Das Ergebnis nach Ertragsteuern verringerte sich in den ersten drei Quartalen auf 11,1 Mio. Euro nach 30 Mio. Euro in der Vorjahresperiode. In Anbetracht der schwierigen wirtschaftlichen Lage sei es allerdings ein "zufriedenstellendes Ergebnis", kommentierte AMAG-Vorstandsvorsitzender Gerald Mayer die Zahlen in einer Aussendung. Die Aktie büßte 0,39 Prozent ein.

Mit Blick auf die weiteren Einzelwerte dürften die Blicke nach schwachen Zahlen des Branchenprimus Airbus auf die Wertpapiere des heimischen Flugzeugzulieferers FACC gefallen sein. Die Aktien gaben um satte 4,24 Prozent nach.

Größere Kursverluste im prime market verzeichneten nur Polytec. Sie verloren 4,25 Prozent auf 4,96 Euro. Am Vortag hatten die Experten der Baader Bank ihr Kursziel von 8,00 Euro und das "Buy"-Votum bestätigt. Der Zulieferer für die Automobilindustrie wird Ende kommender Woche seine Bücher öffnen.

sto/mik

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