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Bundesumweltministerium hält Castor-Transport für erforderlich

Das Bundesumweltministerium hält derzeit am geplanten Castor-Transport in das Zwischelager Biblis fest. Niedersachsens Regierung hatte darum geben, den Transport des Atommülls aufgrund der Corona-Pandemie ein weiteres Mal zu verschieben. Nach Kenntnis des Umweltministeriums "beobachten die zuständigen Innenbehörden die Pandemielage sehr genau, bewerten diese und richten ihre Maßnahmen am Infektionsgeschehen aus", sagte ein Sprecher von Ministerin Svenja Schulze (SPD) der Deutschen Presse-Agentur. Die Beteiligten hätten ein gesondertes Hygienekonzept erstellt. "Das Bundesumweltministerium hält den Transport zum jetzigen Zeitpunkt für erforderlich."

Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) hatte Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) gebeten, den für Anfang November erwarteten Transport aus dem britischen Sellafield nach Biblis in Hessen erneut zu verschieben. Zur Begründung nannte er unter anderem Sicherheitsbedenken wegen zu erwartender Proteste gegen den Transport. Die Corona-Pandemie erschwere eine Sicherung des Transports, weil ein Hygienekonzept eingehalten werden müsse.

"Der Transport ist zur Umsetzung völkerrechtlicher Verpflichtungen der Bundesrepublik Deutschland erforderlich", sagte der Sprecher des Bundesumweltministeriums, das auch für nukleare Sicherheit zuständig ist. Die genehmigungsrechtlichen Voraussetzungen für die Durchführung des Transports seien gegeben. Ein Sprecher Seehofers sagte auf Anfrage der dpa lediglich, das Innenministerium sei dazu "im engen Austausch mit den betroffenen Bundesländern und Bundesministerien."/ted/DP/zb

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AXC0032 2020-10-23/05:23

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