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Aktien New York: Verluste - Mnuchin dämpft Hoffnung auf Konjunkturprogramm

Nach dem Rücksetzer vom Dienstag haben die ersten Käufer am Mittwoch schnell wieder den Rückzug angetreten. Der Dow Jones Industrial drehte nach anfänglichen Gewinnen ins Minus und verlor zuletzt 0,50 Prozent auf 28 535,83 Punkte. Bereits tags zuvor hatte der US-Leitindex seiner vorherigen Rally etwa Tribut gezollt und um gut ein halbes Prozent nachgegeben.

Für den marktbreiten S&P 500 ging es am Mittwoch um 0,70 Prozent auf 3487,43 Punkte bergab. Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 , der am Dienstag nur knapp ins Minus gerutscht war, verlor 1,04 Prozent auf 11 957,41 Zähler.

Zunächst hatten durchwachsene Unternehmensnachrichten und Sorgen wegen der weltweiten Entwicklung der Corona-Infektionszahlen die Risikobereitschaft gebremst. Dann sorgte US-Finanzminister Steven Mnuchin für einen zusätzlichen Stimmungsdämpfer. Er will zwar weiter verhandeln, hält aber eine Einigung mit den Demokraten auf ein weiteres Corona-Konjunkturprogramm noch vor der Präsidentschaftswahl am 3. November für schwierig.

Die jüngsten Geschäftszahlen aus der Bankenbranche stießen am Markt auf ein verhaltenes Echo. Während die Aktien von Goldman Sachs knapp anderthalb Prozent gewannen, büßten die Titel der Konkurrenten Bank of America und Wells Fargo vier beziehungsweise knapp fünf Prozent ein.

Goldman konnte den Quartalsgewinn dank des florierenden Börsenhandels in der Corona-Krise fast verdoppeln und die Erträge um 30 Prozent steigern. Damit übertraf die Investmentbank die Analystenerwartungen deutlich. Dagegen berichtete Bank of America angesichts hoher Rückstellungen für faule Kredite sowie niedriger Zinsen über eine rückläufige Geschäftsentwicklung. Ähnlich erging es Wells Fargo - Analysten hatten mit besseren Zahlen gerechnet.

Beim Krankenversicherer UnitedHealth stand ein Kursrückgang von fast drei Prozent zu Buche, womit die Aktien Schlusslicht im Dow waren. Dass die vielen Coronainfektionen im dritten Quartal nicht so stark am Gewinn gezehrt hatten wie befürchtet, half ihnen nicht.

Übernahmepläne in der Ölbranche sorgten indes für Begeisterung. Die Papiere von Concho Resources sprangen um über 13 Prozent hoch, nachdem aus Insiderkreisen zu hören war, dass der Ölriese ConocoPhillips Übernahmegespräche mit dem Konzern führt, die allerdings noch in einem frühen Stadium seien. ConocoPhillips-Aktien gewannen fast ein halbes Prozent.

Eine Reaktion beider Unternehmen steht bislang aus. Angesichts eines Unternehmenswerts von Concho Resources von rund 13 Milliarden US-Dollar wäre es die größte Übernahme im Sektor seit Jahresbeginn - wohl noch vor dem jüngsten Kauf von Noble Energy durch Chevron .

Derweil verpasste der Lkw- und Bushersteller Traton den Aktionären von Navistar eine kalte Dusche. Die Volkswagen -Tochter setzte ihnen in der Hängepartie um die geplante Übernahme des US-Konkurrenten eine Frist. Man habe Navistar darüber informiert, dass das bisherige Angebot am 16. Oktober um 18.00 Uhr (MESZ) auslaufe. Die angehobene Offerte vom 10. September beläuft sich auf 43 Dollar pro Aktie in bar. Die Aktien von Navistar, die seitdem bis auf mehr als 44 Dollar geklettert waren, sackten zuletzt um knapp 17 Prozent auf 37 Dollar ab./gl/he

 ISIN  US2605661048  US6311011026  US78378X1072

AXC0337 2020-10-14/20:03

Relevante Links: Bank of America Corp., TRATON SE, UnitedHealth Group Incorporated, Wells Fargo & Company, Volkswagen AG, Chevron Corp., ConocoPhillips Inc., Navistar International Corporation, Goldman Sachs Group Inc.

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