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Aktien New York: Kauflaune hält an - Tech-Titel einmal mehr vorne

An der Wall Street ist es nach den jüngsten Gewinnen am Montag weiter steil bergauf gegangen. Zu Beginn einer ereignisreichen Woche waren vor allem Technologietitel einmal mehr Trumpf bei den Anlegern. Sie profitierten davon, dass die internationalen Verhandlungen über die Einführung einer Digitalsteuer wegen der Coronavirus-Pandemie und politischer Meinungsverschiedenheiten langsamer vorankommen als geplant. Wegen des Bankenfeiertags "Columbus Day" war das Handelsgeschehen insgesamt indes eher ruhig.

Der Dow Jones Industrial baute seine Gewinne im Tagesverlauf aus - zuletzt notierte er 1,09 Prozent höher bei 28 898,41 Punkten. Bereits in der vergangenen Woche hatte der bekannteste amerikanische Aktienindex unter dem Strich um mehr als drei Prozent zugelegt - den Kursrückschlag vom Zwischenhoch Anfang September hat er inzwischen großteils wieder wettgemacht. Für den marktbreiten S&P 500 ging es am Montag um 1,86 Prozent auf 3541,80 Punkte hoch, während der technologielastige Nasdaq 100 sogar 3,59 Prozent auf 12 147,11 Zähler gewann.

Nach wie vor dominiert im Markt der Optimismus hinsichtlich einer Einigung der Republikaner und Demokraten auf ein weiteres Corona-Hilfspaket. Die Vorsitzende des demokratisch dominierten Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, hatte am Wochenende betont, sie habe trotz der großen Differenzen zwischen beiden Parteien Hoffnung, dass das jüngste Angebot "uns einer Einigung auf ein Konjunkturpaket näher bringt", um der Pandemie und der Wirtschaftskrise zu begegnen. Pelosi und Finanzminister Steven Mnuchin wollen sich noch im Wochenverlauf für weitere Gespräche treffen. Larry Kudlow, der oberste Wirtschaftsberater von US-Präsident Donald Trump, stellte zudem eine Anhebung der zuletzt von den Demokraten abgelehnten Regierungsofferte in Aussicht.

Apple führte mit einem Kursplus von gut sechs Prozent auf 124,17 US-Dollar die stattliche Gewinnerliste im Dow an - auch im Nasdaq 100 waren die Titel des Technologiekonzerns weit vorne zu finden. Hier half neben der allgemeinen Stärke der Branche die Vorfreude der Anleger auf die Präsentation neuer Produkte am Dienstag. Vor allem das neue iPhone 12 - das erste Apple-Smartphone, das für den superschnellen 5G-Datenfunk gerüstet sein soll - dürfte auf ein reges Interesse stoßen. Zudem hob das Analysehaus RBC das Kursziel für Apple von 111 auf 132 Dollar an und bekräftigte seine Kaufempfehlung.

Bei Amazon konnten sich die Anteilseigner über einen Kursgewinn von knapp fünfeinhalb Prozent freuen. Einen Tag vor Amazons "Prime Day", der die Prime-Abonnenten des Online-Händlers 48 Stunden lang mit besonders günstigen Angeboten lockt, hofften die Anleger offenbar auf rege Geschäfte.

Beim Autobauer Ford sorgten positive Analystenaussagen zum neuen Führungspersonal und zum Ergebnispotenzial für einen Kurssprung von über fünfeinhalb Prozent. Seit Anfang Oktober lenkt der bisher für das operative Geschäft verantwortliche Jim Farley das Traditionsunternehmen als Nachfolger von Jim Hackett, der sich in den Ruhestand verabschiedet hat.

Nach oben ging es auch für Aktien von Unternehmen, die noch in dieser Woche Geschäftszahlen vorlegen. So gewannen die Papiere der Banken Goldman Sachs , JPMorgan und Wells Fargo zwischen 0,8 und 2,7 Prozent. Für Titel des Pharmakonzerns Johnson & Johnson stand ein Plus von knapp ein Prozent zu Buche.

Derweil schafften die Aktien des Biotech-Unternehmens Regeneron nach zwischenzeitlichen Verlusten ein Plus von 0,3 Prozent. Für Ernüchterung hatten Aussagen von Unternehmenschef Leonard Schleifer gesorgt, denen zufolge ein Corona-Mittel von Regeneron noch weitere Tests benötigt, um seine Wirksamkeit zu belegen./gl/he

 ISIN  US2605661048  US6311011026  US78378X1072

AXC0287 2020-10-12/20:07

Relevante Links: Johnson & Johnson, Apple Inc., Amazon.com Inc., Wells Fargo & Company, JP Morgan Chase & Co., Goldman Sachs Group Inc., Ford Motor Company

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