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ROUNDUP: Hurrikan 'Delta' trifft auf mexikanische Halbinsel Yucatán

Mit großer Kraft ist Hurrikan "Delta" auf die Südostküste von Mexiko getroffen. Der Wirbelsturm der Kategorie zwei erreichte am Mittwochmorgen (Ortszeit) die Halbinsel Yucatán, wie der mexikanische Wetterdienst und das Nationale Hurrikan-Zentrum der USA mitteilten. "Delta" traf nahe der Ortschaft Puerto Morelos rund 35 Kilometer südlich des Urlaubsorts Cancún auf Land. Es wurde vor starken Winden und lebensbedrohlichen Sturmfluten gewarnt. Besonders bedrohte Gegenden wurden evakuiert und verzichtbare Aktivitäten eingestellt. Mexikos Präsident Andrés Manuel López Obrador kündigte den Einsatz von 5000 Soldaten zum Katastrophenschutz an.

Der Sturm war am Dienstag über dem Karibischen Meer als Hurrikan der zweithöchsten Stufe vier an den Cayman-Inseln vorbeigezogen, er schwächte sich laut Hurrikan-Zentrum aber mittlerweile auf die Kategorie zwei ab. Seine Winde erreichten Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 175 Kilometern pro Stunde, teilte der Wetterdienst weiter mit. Einzelne Böen kamen sogar auf 205 Kilometer pro Stunde. Es wurde mit heftigem Regen und bis zu neun Meter hohen Wellen gerechnet.

In dem Gebiet im Nordosten Yucatáns, über das "Delta" den Vorhersagen zufolge nun hinwegziehen dürfte, liegen beliebte Urlaubsorte wie Cancún, Cozumel oder Tulum. Nach Medienberichten, die sich auf Behördenangaben stützten, hielten sich in dem dortigen Bundesstaat Quintana Roo trotz der Corona-Pandemie rund 40 000 Touristen auf. Allein in Cancún standen laut Bürgermeisterin Mara Lezama 170 Notunterkünfte bereit.

"Delta" ist nach Angaben des Gouverneurs des Bundesstaats Quintana Roo, Carlos Joaquín, der stärkste Sturm in der Gegend seit 2005, als "Wilma" große Teile der weißen Sandstrände von Cancún wegspülte. Um sie wiederherzustellen, wurden für rund 20 Millionen US-Dollar 2,7 Millionen Kubikmeter Sand herbeigeschafft.

Auch für Kuba und die Cayman-Inseln wurde für die kommenden Tage starker Regen vorhergesagt. Nach Angaben des Hurrikan-Zentrums war damit zu rechnen, dass er sich über Land zunächst abschwächen, dann aber bei seinem Durchzug über den südlichen Golf von Mexiko wieder an Kraft gewinnen würde. Am späten Donnerstag könne er wieder zum Hurrikan der Stufe vier werden, teilte das Hurrikan-Zentrum weiter mit. Am Freitag dürfte er sich dem nördlichen Golf - und damit der US-Küste - nähern.

Die Hurrikan-Saison im Atlantik, die von Juni bis November dauert, fällt dieses Jahr besonders heftig aus. Die 21 Namen, die in alphabetischer Reihenfolge für die Stürme vorgesehen waren, sind bereits aufgebraucht, so dass nun auf das griechische Alphabet zurückgegriffen wird. Das passierte zuletzt ebenfalls im Jahr 2005. Die zunehmende Intensität tropischer Wirbelstürme, die für ihre Entstehung warmes Wasser brauchen, ist Experten zufolge eine Folge des Klimawandels./nk/DP/stw

 ISIN  CH0126881561  DE0008404005  DE0008430026  DE0008402215  US89417E1091

AXC0184 2020-10-07/14:02

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