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Aktien Wien Schluss: Kursgewinne nach volatilem Handelstag

Die Wiener Börse ist am Freitag höher aus dem Handel gegangen. Der ATX kletterte um 0,50 Prozent auf 2100,79 Zähler. Der ATX Prime zog um 0,43 Prozent auf 1076,91 Einheiten an. Im Verlauf hatte der ATX keine klare Richtung gefunden, war nach einem freundlichen Vormittagsgeschäft ins Minus abgerutscht und hatte sich dann mit wechselnden Vorzeichen um den Kurs vom Vortag bewegt. Am Nachmittag schließlich war der Vorstoß ins positive Terrain von Dauer.

Das bestimmende Thema des Tages war die Covid-Erkrankung des US-Präsidenten Donald Trump. "Mit Trumps Ansteckung mitten in der heißen Phase des US-Wahlkampfs hat sich eine neue Quelle der Unsicherheit aufgetan. Die Finanzmärkte haben zu recht nervös reagiert. Denn der Verlauf von Trumps Erkrankung könnte den Ausschlag dafür geben, wer nächster US-Präsident wird", sagte Jörg Krämer, Chefvolkswirt der Commerzbank .

Bankaktien konnten nach den Vortagesverlusten zulegen und reagierten wohl auch auf eine Sektorstudie von Goldman Sachs. Die Analysten hatten das Kursziel für die Titel von Bawag von 40,0 auf 41,0 Euro erhöht und das Anlagevotum "Neutral" erneuert. Die Aktien gewannen 2,87 Prozent auf 30,86 Euro.

Bei Erste Group (plus 0,48 Prozent auf 17,85 Euro) wurde das Kursziel von 27,0 auf 27,70 Euro nach oben gesetzt, bei gleichbleibender Kaufempfehlung. Für Raiffeisen Bank International errechnet Goldman ein um 1,8 Prozent höheres Kursziel von 16,60 Euro. Das Votum lautet weiterhin "Neutral", die Papiere schlossen 0,78 Prozent fester auf 12,87 Euro.

Auch Wienerberger profitierten von freundlichen Analystenstimmen. Die Commerzbank hatte das Kursziel für die Papiere von 29 auf 30 Euro erhöht und ihre Kaufempfehlung bestätigt. Auch Berenberg empfiehlt die Papiere weiterhin mit "Buy", das Kursziel wurde von 26 auf 27 Euro angehoben. Wienerberger beendeten den Handel 4,08 Prozent fester auf 22,94 Euro.

Erste Group hob das Kursziel für Palfinger von 22,6 auf 24,2 Euro und bestätigten die "Hold"-Einstufung. Die Aktien des Kranherstellers schlossen dennoch 2,23 Prozent tiefer auf 21,95 Euro.

Unverändert verabschiedeten sich Kapsch TrafficCom ins Wochenende. Der Mautspezialist erwartet für das laufende Geschäftsjahr ein negatives Betriebsergebnis (Ebit) im zweistelligen Millionenbereich, wurde bekannt. Abwärts ging es für die OMV , die wie schon am Vortag unter den sinkenden Rohölpreisen litten. Die Aktien des Index-Schwergewichts gaben um 2,02 Prozent nach./kat/sto/APA/he

 ISIN  AT0000999982

AXC0360 2020-10-02/18:25

Relevante Links: OMV AG, Raiffeisen Bank International AG, Commerzbank AG, Erste Group Bank AG, PALFINGER AG, Wienerberger AG, BAWAG Group AG

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