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Devisen: Euro gibt Teil der Vortagesgewinne wieder ab

Der Euro ist am Mittwoch gesunken. Nach zum Teil kräftigen Kursgewinnen seit Beginn der Woche fiel die Gemeinschaftswährung wieder etwas zurück. Gegen Mittag wurde der Euro bei 1,1708 US-Dollar gehandelt, nachdem er in der vergangenen Nacht noch zeitweise bis auf 1,1755 Dollar gestiegen war. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Dienstagnachmittag auf 1,1702 Dollar festgesetzt.

Marktbeobachter erklärten den Kursrückgang des Euro mit einer leichten Erholung des Dollar. "Der US-Währung ist wohl eine kleine Verschnaufpause nach dem scharfen Abwertungstrend der letzten beiden Tage gegönnt", kommentierte Devisenexpertin Thu Lan Nguyen von der Commerzbank. Sie verwies allerdings auf die politischen Risiken, die durch die US-Präsidentschaftswahlen drohen. Das erste TV-Duell zwischen Amtsinhaber Donald Trump und Herausforderer Joe Biden wurde von Beobachtern als chaotisch beschrieben.

Am Vormittag rückten auch Aussagen der EZB-Präsidentin Christine Lagarde in den Fokus. Ihre Äußerungen deuteten darauf hin, dass die Zentralbank auf eine Änderung ihres seit 2003 bestehenden Inflationsziels zusteuern könnte. "Wir müssen die Kräfte, die heute die Inflationsdynamik antreiben, gründlich analysieren und überlegen, ob und wie wir unsere Strategie als Reaktion darauf anpassen sollten", sagte Lagarde.

Konkret deutete Lagarde zum einen an, dass die EZB Zeiten mit besonders niedriger Inflation dadurch ausgleichen könnte, dass sie zeitweise höhere Inflationsraten akzeptiere. Eine ähnliche Strategie hatte unlängst die US-Notenbank Fed eingeführt.

Im weiteren Handelsverlauf dürften Konjunkturdaten wieder stärker in den Fokus rücken. Auf dem Programm stehen Zahlen vom US-Arbeitsmarkt. Außerdem steht eine aktualisierte Schätzung für die Wirtschaftsentwicklung in den USA im zweiten Quartal auf dem Programm./jkr/ssc/jha/

 ISIN  EU0009652759

AXC0254 2020-09-30/13:43

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