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Wiener Börse 2 - Schwache Bank- und OMV-Aktien belasten ATX / Leitindex gibt um 1,32 Prozent nach - Auch Immobilientitel unter Druck - Wienerberger nach bekräftigter Prognose im Plus

Die Wiener Börse hat am Dienstag mit deutlichen Kursverlusten geschlossen. Der österreichische Leitindex ATX rutschte im Tagesverlauf immer tiefer in die Verlustzone und beendete den Handelstag schließlich mit einem satten Minus von 1,32 Prozent bei 2.096,03 Punkten. Der breiter gefasste ATX Prime verlor 1,03 Prozent auf 1.076,31 Einheiten.

Die europäischen Leitbörsen zeigten sich nach dem sehr starken Vortag nun ebenfalls schwächer, wobei ihre Kursverluste weniger stark ausfielen als in Wien. Am Vormittag veröffentlichte Daten zur Wirtschaftsstimmung im Euroraum für September hatten eine weitere Erholung nach dem schweren Einbruch in der Coronakrise gezeigt, konnten die Kurse insgesamt aber nicht stützen.

Daneben wurde bekannt, dass die Inflation in Deutschland im September zum zweiten Mal seit der Absenkung der Mehrwertsteuer unter die Nullmarke gerutscht ist. Außerdem hat sich die Stimmung der US-Verbraucher im selben Monat unerwartet stark erholt.

Der ATX wurde vor allem von den schwergewichteten Bankaktien belastet, die in Einklang mit dem gesamteuropäischen Branchentrend deutlich nachgaben. So verloren die Aktien der Raiffeisen Bank International (RBI) 2,86 Prozent, die Titel der Erste Group fielen um 2,10 Prozent und die Anteilsscheine der BAWAG büßten 1,45 Prozent ein.

Tagesverlierer im Leitindex waren jedoch die Titel der OMV mit einem Minus von 3,50 Prozent. Auch Ölwerte standen international unter Druck.

Eine Kursschwäche gab es außerdem bei den Immobilienwerten zu sehen. Hier verloren die Titel der CA Immo 2,17 Prozent, die Aktien der Immofinanz 1,70 Prozent und die Papiere der s Immo 1,67 Prozent.

Dem schwachen Umfeld entziehen konnten sich dagegen die Wienerberger-Aktien mit einem Plus von 0,55 Prozent. Der Baustoffhersteller hat seinem bereits im August angehobenen Ausblick für das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) bekräftigt. Für 2020 erwartet das Unternehmen einen Wert an der oberen Bandbreite von 480 bis 500 Mio. Euro, wie es anlässlich seines Capital Markets Day mitteilte.

Unter den ATX-Schergewichten notierten außerdem auch noch Verund (plus 0,60 Prozent) und voestalpine (plus 0,32 Prozent) im grünen Bereich. Außerhalb des Leitindex zogen mit Palfinger (plus 5,94 Prozent), Kapsch TrafficCom (plus 5,51 Prozent), Warimpex (plus 5,22 Prozent) und Polytec (plus 5,06 Prozent) gleich vier Werte im prime market um mehr als fünf Prozent an.

dkm/sto

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