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Wiener Börse (Nachmittag) - ATX im Verlauf 1,02 Prozent im Minus / Leitindex weitete Abschläge aus - Schwaches Börsenumfeld - Wienerberger nach bestätigter Prognose unter wenigen ATX-Gewinnern

Die Wiener Börse ist am Dienstagnachmittag noch tiefer in die Verlustzone gerutscht. Zuletzt notierte der heimische Leitindex ATX um 1,02 Prozent tiefer bei 2.102,48 Punkten.

Die europäischen Leitbörsen zeigten sich nach dem sehr starken Vortag nun ebenfalls schwächer. Die am Nachmittag veröffentlichen Verbraucherpreisdaten aus Deutschland zeigten für September einen unerwarteten Rückgang. Einer Erstschätzung zufolge lag die Inflationsrate bei minus 0,2 Prozent, Analysten hatten dagegen ein unverändertes Preisniveau erwartet. Den Handel beeinflussten die Daten jedoch kaum.

Später am Nachmittag könnte stehen noch die Zahlen des Forschungsinstituts Conference Board zum US-Verbrauchervertrauen im September am Programm. Die US-Aktienbörsen waren unterdessen rund eine Stunde vor Handelsbeginn leicht tiefer indiziert.

Beobachtet werden am Markt außerdem die Entwicklungen rund um den Brexit. Die EU hat London eine Frist bis zum 30. September gesetzt, die Pläne für eine Aushebelung von Teilen des 2019 ausgehandelten Austrittsabkommens zurückzunehmen.

Bei den Einzelwerten in Wien gehörten die Aktien von Wienerberger mit einem leichten Plus von 0,18 Prozent zu den wenigen Gewinnern im ATX. Der Baustoffhersteller hat seinem bereits im August angehobenen Ausblick für das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) bekräftigt. Für 2020 erwartet das Unternehmen einen Wert an der oberen Bandbreite von 480 bis 500 Mio. Euro, wie es anlässlich seines Capital Markets Day mitteilte.

Daneben gab es mit voestalpine (plus 0,36 Prozent) und Telekom Austria (plus 0,33 Prozent) nur zwei weitere Gewinner im Leitindex.

Besonders schwach zeigten sich dagegen Bankaktien und Immobilienwerte. Bei den Banken verloren BAWAG 2,50 Prozent, Raiffeisen 1,58 Prozent und Erste Group 1,19 Prozent. Bei den Immobilientiteln gaben CA Immo um 1,97 Prozent nach, s Immo um 1,81 Prozent und Immofinanz um 1,18 Prozent.

Außerhalb des Leitindex stemmten sich die Bauwerte Strabag (plus 2,53 Prozent) und Porr (plus 0,85 Prozent) gegen den schwachen Gesamttrend. Daneben stiegen die Semperit-Titel um 1,85 Prozent. Der Gummi- und Kautschukhersteller hatte am vergangenen Freitag seinen Ausblick erneut erhöht, woraufhin die Aktie um mehr als neun Prozent zugelegt hatte.

dkm/ger

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