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Semperit behält Medizinsparte dank guten Geschäfts in Pandemie länger / Ergebnisprognose heute neuerlich gesteigert - Trennung von Medizinsparte zu späterem Zeitpunkt aber bestätigt

Die Semperit-Gruppe ist vor allem dank ihrer Medizinsparte eine jener Firmen, die von der Coronakrise profitiert. Nach Juli hat das börsennotierte Unternehmen am heutigen Freitag seine Jahresprognose ein weiteres Mal nach oben geschraubt. Wegen der starken Ergebnisbeiträge des Handschuhgeschäft in Pandemiezeiten wird Semperit die Medizinsparte voraussichtlich noch mindestens neun Monate weiterführen, bevor es wieder aktiv an die fixierten Trennung vom Medizingeschäft geht.

"Neben den auf absehbare Zeit positiven Effekten aus dem Medizingeschäft hat sich mittlerweile auch der Sektor Industrie gegenüber früheren Annahmen über die Auswirkungen der globalen Rezession und die Entwicklungen rund um die Corona-Pandemie leicht erholt", hieß es in einer Aussendung. "Vor diesem Hintergrund ist auf Basis aktueller Zahlen davon auszugehen, dass das EBITDA der Semperit-Gruppe auf Gesamtjahres-Sicht bei 165,0 bis 200,0 Mio. Euro und damit noch deutlicher über dem Wert des Vorjahres (2019: 67,8 Mio. Euro) liegen wird, als im Juli angenommen." Das Betriebsergebnis (EBIT) werde demnach fürs Gesamtjahr 2020 zwischen 195 und 230 Mio. Euro (Prognose im Juli 2020: EUR 110,0 bis 160,0 Mio.; EBIT 2019: EUR −16,5 Mio.) angesiedelt sein. Die neue Ergebnisprognose ist aber von der weiteren Entwicklung des Preisniveaus für medizinische Schutzhandschuhe und einer ausreichenden Verfügbarkeit von Rohstoffen für deren Produktion abhängig.

Die im Jänner beschlossene strategische Grundsatzentscheidung über eine Transformation der Semperit-Gruppe zum Industriegummispezialisten ist weiter aufrecht.

phs/bel

 ISIN  AT0000785555
 WEB   http://www.semperitgroup.com

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