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Aktien Frankfurt Ausblick: Dax gibt wegen fallender Wall Street wieder nach

Die erneut absackenden US-Börsen dürften am Donnerstag ähnliches auch am deutschen Aktienmarkt zur Folge haben. Knapp eine Stunde vor Handelsbeginn lag der X-Dax als Indikator für den hiesigen Leitindex Dax bei 12 533 Punkten und indizierte für das Börsenbarometer ein Minus von 0,87 Prozent. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 wird 1,2 Prozent tiefer erwartet.

In New York hatten die zuletzt wieder größer werdenden Konjunktursorgen die Anleger erneut in die Flucht getrieben. Börsianer verwiesen dort auf Aussagen von Vertretern der US-Notenbank Fed, die eine nur langsame Erholung der US-Konjunktur signalisierten. Ein neues Konjunktur-Förderpaket lässt unterdessen in den USA weiter auf sich warten. Laut Marktbeobachter Jochen Stanzl vom Handelshaus CMC Markets dürfte dies die Börsen in den kommenden Tagen und Wochen ausbremsen.

Auch hierzulande waren zuletzt wieder Ängste entstanden, die steigenden Coronavirus-Inflationszahlen könnten erneute Lockdowns mit schweren wirtschaftlichen Folgen zur Folge haben. Nach dem Kursrutsch zu Wochenbeginn argumentierte Stanzl, dass Anleger nach der Zwischenerholung am Vortag schon wieder die Gunst der Stunde genutzt und zumindest ihre Positionen verkleinert hätten. "Die Kurserholung der vergangenen zwei Tage könnte sich somit als nicht nachhaltig herausstellen", so Stanzl.

Vor diesem Hintergrund blicken Anleger an diesem Donnerstag gespannt nach München. Dort veröffentlicht das Ifo-Institut die Ergebnisse seiner monatlichen Unternehmensumfrage. Das Geschäftsklima gilt als wichtigster Frühindikator für die deutsche Konjunktur. Es wird mit einer leichten Aufhellung gerechnet.

Unter den Einzelwerten stehen die Aktien von SNP im Fokus. Der Softwareanbieter und IT-Berater vereinbarte eine globale Partnerschaft mit dem japanischen IT-Unternehmen Fujitsu zur Nutzung von SNP-Software. Die Papiere von SNP notierten auf der Handelsplattform Tradegate knapp drei Prozent über dem Xetra-Schlusskurs vom Mittwoch.

Der Licht- und Elektronikspezialist Hella litt derweil auch im ersten Quartal seines neuen Geschäftsjahrs 2020/2021 unter den Folgen der Corona-Krise. Während das Unternehmen beim Umsatz etwas unter den Erwartungen der Analysten lag, schnitt es beim bereinigtem operativen Ergebnis ein wenig besser ab. Die im MDax notierte Aktie legte vorbörslich zu./la/zb

 ISIN  DE0008469008  EU0009658145  DE0008467416

AXC0076 2020-09-24/08:23

Relevante Links: SNP Schneider-Neureither & Partner SE, Hella GmbH & Co. KGaA

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