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Wiener Aktienmarkt vorbörslich mit Abgaben erwartet / Kapsch und Wienerberger legten vorbörslich Zahlen vor - Do&Co folgen noch

Die Wiener Börse dürfte nach negativen Vorgaben von der Wall Street etwas schwächer in den Mittwochshandel starten. Ein Indikator auf den heimischen Leitindex ATX signalisierte eine halbe Stunde vor Handelsbeginn ein Minus von 0,28 Prozent.

Im US-Handel hatten zunächst mögliche Steuersenkungen auf Kapitalerträge für Auftrieb gesorgt, ehe die wichtigsten Börsenbarometer an der Wall Street in die Verlustzone drehten. Die Anlegerstimmung habe getrübt, dass das erhoffte nächste US-Corona-Hilfspaket erst im September fertig sein könnte, hieß es am Markt. Denn eine Einigung zwischen den US-Republikanern und -Demokraten sei weiterhin nicht in Sicht.

"Seit einigen Tagen gehen die Märkte davon aus, dass die US-Politiker nach der Verfügung von US-Präsident Donald Trump Ende letzter Woche in irgendeiner Form eine Einigung erzielen würden. Diese Hoffnung scheint ziemlich verfrüht", sagte Marktbeobachter Michael Hewson vom Broker CMC Markets UK.

Das datenseitige Interesse liegt am heutigen Handelstag laut Erachtens der Helaba Research auf den US-Preisentwicklungen und dabei verstärkt auf der Kerninflation. Diese liege auf einem recht geringen Niveau und die Erwartung sei, dass sie sich nochmals reduzieren werde, kommentierten die Analysten.

Unternehmensseitig könnte zur Wochenmitte die Berichtsaison neue Impulse setzten. So öffnete der Mautsystemanbieter Kapsch TrafficCom bereits vorbörslich seine Bücher. Sein Umsatz ging im ersten Quartal 2020/21 verglichen zur selben Periode im vorigen Geschäftsjahr um 25,6 Prozent auf 138,5 Mio. Euro zurück. Das operative Ergebnis (EBIT) brach von 4,6 Mio. auf minus 11,6 Mio. Euro ein, das Periodenergebnis von 2,5 Mio. auf minus 10 Mio. Euro.

Im Mittelpunkt steht am Mittwoch zudem Wienerberger mit neuen Zahlen, denn die Coronavirus-Pandemie hinterließ deutliche Spuren in der Bilanz des weltgrößten Ziegelproduzenten. Der Konzern schrieb heuer im ersten Halbjahr einen Nettoverlust von 29,4 Mio. Euro, nachdem die Wienerberger im selben Vorjahreszeitraum einen Gewinn von 126,9 Mio. Euro ausgewiesen hatte.

Mit frischen Quartalszahlen wird zudem die Do&Co erwartet. Die Titel des Airline-Caterers hatten am Vortag um annähernd acht Prozent zugelegt und gingen mit den höchsten Kursaufschlägen im prime-market-Segment aus dem Handel.

Am Dienstag hatte der ATX um 2,17 Prozent höher bei 2.272,39 Punkten geschlossen. Angetrieben hatten positiv aufgefasste Konjunkturdaten und Äußerungen des US-Präsidenten Donald Trump.

Die größten Kursgewinner im prime market am Dienstag:

Do&Co          +7,95% 42,10 Euro
Andritz        +4,94% 30,58 Euro
Flughafen Wien +4,19% 26,10 Euro

Die größten Kursverlierer im prime market am Dienstag:

Addiko Bank     -1,50% 5,91 Euro  
Mayr-Melnhof    -0,61% 131,20 Euro
Telekom Austria -0,31% 6,40 Euro  

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