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Aktien Osteuropa Schluss: Überwiegend Gewinne - Budapest im Minus

Die wichtigsten Börsen in Mittel- und Osteuropa sind am Freitag mehrheitlich mit moderaten Gewinnen ins Wochenende gegangen. Damit konnten die Aktienmärkte in Prag und Warschau ihre massiven Vortagesverluste nur teilweise wieder aufholen. In Budapest schloss der Leitindex erneut leicht im Minus.

In Prag ging der Leitindex mit einem Plus von 0,65 Prozent bei 882,67 Zählern ans dem Handel. In der Tschechischen Republik war die Wirtschaft im zweiten Quartal um 10,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr eingebrochen, das war der größte Rückgang seit der Staatsgründung 1993.

Unter den Bankenwerten verloren Erste Group 1,01 Prozent. Das Institut hatte einen massiven Einbruch des Nettogewinns im ersten Halbjahr 2020 um 60 Prozent, sogar um mehr als 80 Prozent allein im zweiten Quartal, vermeldet. Hauptsächlich lag das an höheren Wertberichtigungen und Kreditvorsorgen, auch Expertenprognosen der weiteren Folgen der anhaltenden Coronakrise flossen ein. Aktuelle Zahlen legte auch der Mitbewerber Moneta Money vor. Hier war der Nettogewinn im Halbjahr um 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr gesunken. Die Aktien schlossen am Freitag mit einem Abschlag von 2,31 Prozent.

In Warschau stieg der Wig-20 Index um 0,25 Prozent auf 1767,54 Einheiten. Die Gas- und Ölwerte zeigten ein gemischtes Bild. So fielen Polish Oil and Gas um 1,77 Prozent. Nach deutlichen Vortagesverlusten schlossen PKN Orlen am Freitag 0,53 Prozent höher. Unter den Nebenwerten ragten die Pharma-Aktien von Biomed-Lublin mit einem Plus von 27,66 Prozent hervor. Viel Bewegung war auch bei den IT-Aktien von XTB zu beobachten. Nach den deutlichen Verlusten der vergangenen Handelstage sprangen die Papiere am Freitag um 17,07 Prozent nach oben.

In Budapest jedoch gab der Bux 0,30 Prozent auf 34 691,74 Einheiten nach. Belastet wurde der ungarische Leitindex durch die Abschläge bei den Ölwerten von Mol - ein Minus von 4,88 Prozent. Auf der Gegenseite konnten die Index-Schwergewichte von OTP um 0,39 Prozent zulegen, am Vortag hatten die Bankenwerte noch über 4 Prozent verloren. Die Pharmawerte von Richter Gedeon gewannen 2,50 Prozent.

In Moskau ging der RTS Index mit einem Plus von 0,17 Prozent bei 1234,44 Punkten aus dem Handel./szk/dkm/APA/la/he

 ISIN  RU000A0JPEB3  XC0009698371  XC0009655090  PL9999999375

AXC0405 2020-07-31/19:53

Relevante Links: Erste Group Bank AG, Gedeon Richter Plc., MOL NYRT

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