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Grasser-Prozess- Zeuge: Hätten auch mehr als 960 Mio. bieten können / Ex-Chef der CA Immo: Nötiger Kaufpreis von den Bundeswohnungen "wurde nicht von den Spatzen von den Dächern gepfiffen"

Der frühere Vorstandsdirektor der CA Immo, Wolfhard Fromwald, hat heute zum zweiten Mal im Grasser-Prozess als Zeuge aussagen müssen. Er betonte, dass es in der Wiener Immoszene jede Menge Gerüchte rund um den Verkauf der Bundeswohnungen gegeben habe, aber die Frage gewesen sei, wie sehr man darauf vertraut habe. Von einer konkreten Zahl aus dem Bieterprozess habe er jedenfalls nie etwas gehört.

Dass die Höhe des Kaufangebotes der CA Immo damals "die Spatzen von den Dächern gepfiffen haben", wie es ein Zeuge und teilweise auch die Angeklagten gesagt haben, sei jedenfalls ein Blödsinn. Er sei immer davon ausgegangen, dass die CA Immo im Rennen um die Bundeswohnungen gut liege. Die 960 Mio. Euro, die die CA Immo in der zweiten Runde für die Bundeswohnungen geboten habe, seien nicht das Ende der Fahnenstange gewesen, man hätte auch höher gehen können. Letztendlich hat der Mitbewerber, ein Konsortium mit Immofinanz, RLB OÖ und anderen, mit 961 Mio. Euro knapp mehr geboten und im Juni 2004 den Zuschlag für die Bundeswohnungen erhalten

Damit widersprach der Zeuge den Angaben mehrerer Angeklagter, dass aufgrund der Finanzierungsgarantie, die die CA Immo dem ersten Angebot beigelegt hatte, diese gar nicht mehr als 960 Mio. Euro bieten konnte. Des weiteren habe auch die Bank Austria als Finanzierungspartner der CA Immo nicht gewusst, wie viel geboten werden müsse - das also auch nicht verraten können, wie Angeklagte in den Raum gestellt hatten. Fromwald betonte auch, dass er sich für seine gesamte 23-jährige Zeit als Vorstand nicht erinnern könne, dass irgendein Mitarbeiter irgendetwas ausgeplaudert hätte.

Falsch sei auch, dass die CA Immo noch vor der Vergabe der Bundeswohnungen schon auf Investorensuche gegangen sei. Wie solle etwas verkauft werden, bevor es noch die "Beute" gegeben hat, so Fromwald am Dienstag im Großen Schwurgerichtssaal des Wiener Straflandesgerichts.

stf/gru/cri

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