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Novartis belässt Antibiotikaproduktion in Österreich / Tiroler Sandoz-Werk soll um 150 Mio. Euro ausgebaut werden, Regierung stellt 30 Mio. Euro via Förderungen zur Verfügung

Der Schweizer Pharmakonzern Novartis belässt die Produktion von Penicillin (Antibiotika) in Österreich. Das Werk in Kundl (Bezirk Kufstein) des Novartis-Teilkonzerns Sandoz soll um 150 Mio. Euro ausgebaut werden, davon wird die türkis-grüne Regierung 30 Mio. Euro via Förderungen zur Verfügung stellen, schreibt die "Kronen Zeitung" unter Verweis auf Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (ÖVP).

Novartis hatte zuvor in Erwägung gezogen, die Penicillinproduktion im Tiroler Werk in Kundl einzustellen und nach Asien zu verlagern. Das Wirtschaftsministerium gründete daraufhin unter anderem eine Taskforce, um das zu verhindern. Angesichts der Coronakrise wurde von vielen Seiten gefordert, dass wieder verstärkt Medikamente und Medizinprodukte in Europa produziert werden, um die Abhängigkeiten von Asien zu reduzieren. Der nun fixierte Ausbau des Sandoz-Standorts in Kundl soll dazu führen, dass von Tirol aus der gesamte europäische Markt mit Penicillin versorgt werden kann.

Wirtschaftsministerin Schramböck hat für heute Montag, 10.00 Uhr, zu einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Sandoz-Manager Christian Pawlu und Novartis-Österreich-Chef Michael Kocher ins Wiener Bundeskanzleramt geladen.

(Forts. mögl.) cri/ivn

 ISIN  CH0012005267
 WEB   http://www.novartis.com/

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