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Rohstoffe (11.30) - Brent-Ölpreis mit Abschlägen bei 42,6 Dollar/Fass / Gold wieder über der Marke von 1.800 US-Dollar

Die Ölpreise sind am Montag im frühen Handel leicht gesunken. Gegen 11.30 Uhr notierte der als wichtige Ölpreisbenchmark geltende Future auf die Nordsee-Rohölsorte Brent in London um 1,55 Prozent niedriger bei 42,57 US-Dollar je Barrel (159 Liter).

Marktbeobachter erklärten den Preisrückgang mit Spekulationen über die künftige Förderpolitik der in der sogenannten "OPEC+" zusammengefassten Ölstaaten. In dem Verband sind Mitgliedsländer der OPEC vertreten und andere wichtige Förderstaaten wie Russland. Am Markt kursierten unbestätigte Meldungen, wonach große russische Ölkonzerne im kommenden Monat wieder einen Anstieg der Ölproduktion vorbereiten.

Der Preis für OPEC-Öl wurde am Freitag bei 43,46 Dollar je Barrel festgelegt. Am Donnerstag hatte die OPEC den Preis noch etwas niedriger bei 43,31 Dollar angesetzt. Der OPEC-Preis setzt sich aus einem Korb von zwölf Sorten zusammen.

Der Goldpreis hat am Montag am Vormittag wieder etwas zulegen können. Gegen 11.30 Uhr wurde die Feinunze (31,10 Gramm) im Londoner Goldhandel um 1.809,32 Dollar (nach 1.799,92 Dollar am Freitag) gehandelt. Am Freitag war der Preis noch knapp unter der Marke von 1.800 Dollar gelegen und hatte damit den ersten Wochenschluss über 1.800 Dollar seit knapp neun Jahren haarscharf verpasst. Dennoch stand damit am Ende der Woche der fünfte Wochenanstieg in Folge zu Buche.

Der neuerliche Preisanstieg heute zeige, dass Preisrückgänge wie am Freitag weiterhin als Kaufgelegenheit erachtet werden und der Markt weiter nach oben will, erklären die Analysten der Commerzbank. Während Gold in nahezu allen wichtigen Währungen in diesem Jahr bereits Allzeithochs markierte, fehlen in US-Dollar gerechnet dazu noch gut 100 Dollar. Argumente für weiter steigende Preise gäbe es derzeit zur Genüge, führen die Analysten weiter aus. So steige die Zahl der Corona-Neuinfektionen weiterhin im Rekordtempo und angesichts dessen auch bei den Aktienmärkten das Korrekturpotenzial.

fpr/mik

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