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Keine Corona-Atempause für Mieter: Angebotspreise steigen im 1.

Halbjahr in drei Viertel der Großstädte weiter

Nürnberg (ots) - Ein Vorjahresvergleich der Angebotsmieten im 1. Halbjahr 2020

für Wohnungen (40 bis 120 m²) in 80 deutschen Großstädten zeigt:

- Mietpreise steigen in drei Viertel der untersuchten Großstädte: Höchste

Zuwächse in Offenbach und Reutlingen (je +10 Prozent)

- Auch Metropolen verteuern sich weiter: Quadratmeterpreis klettert in Köln auf

11,10 Euro (+5 Prozent), in Hamburg auf 12,10 Euro (+3 Prozent), in München

auf 18,80 Euro (+2 Prozent)

- In Berlin steigt der Quadratmeterpreis inklusive nicht regulierten Neubauten

auf 12,20 Euro (+4 Prozent), Preisanpassung in Potsdam mit 9 Prozent Rückgang

auf 10 Euro

- Entspannung in Unistädten: Erlangen (-2 Prozent), Ulm (-3 Prozent), Heidelberg

(-4 Prozent) sowie Münster und Freiburg (je -5 Prozent)

Die Corona-Krise verschafft dem Mietmarkt in Deutschland keine Verschnaufpause -

im Gegenteil: In den ersten sechs Monaten des Jahres 2020 steigen die

Angebotsmieten in 61 von 80 untersuchten Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern

weiter - in 10 Städten bleiben sie stabil. Das zeigt eine Analyse von immowelt,

in der die Median-Preise für Wohnungen mit 40 bis 120 Quadratmetern untersucht

wurden. Betrachtet wurde das 1. Halbjahr des Jahres 2020 und der

Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die größten Zuwächse verzeichnen Offenbach und

Reutlingen (jeweils +10 Prozent).

"Das Wachstum der Angebotsmieten hat sich in vielen deutschen Großstädten zwar

bereits im vergangenen Jahr verlangsamt, eine generelle Trendwende ist

allerdings nicht zu erkennen", sagt Prof. Dr. Cai-Nicolas Ziegler, CEO von

immowelt. "Lediglich dort, wo in der Vergangenheit extreme Anstiege stattfanden,

lassen sich nun leichte Preiskorrekturen erkennen. In kleineren

Universitätsstädten, wo derzeit wegen der Corona-Pandemie die neuen Studenten

ausbleiben, entspannt sich der Mietmarkt jedoch etwas."

Weitere Anstiege in Metropolen und Städten in der Nähe

In den deutschen Millionenstädten steigen die Preise im ersten Halbjahr 2020

weiter: In Köln werden bei Neuvermietungen mit 11,10 Euro im Median 5 Prozent

mehr pro Quadratmeter verlangt als im Vorjahr. In Hamburg müssen Mieter bei der

Wohnungssuche im Median mit 12,10 Euro für den Quadratmeter kalkulieren (+3

Prozent). Sogar in München, der teuersten Stadt Deutschlands, klettert das

Preisniveau im ersten Halbjahr weiter: um 2 Prozent auf 18,80 Euro.

Die mitunter größten Preiszuwächse gibt es in Städten, die in der Nähe von

großen und hochpreisigen Wirtschaftszentren liegen. Das Preisniveau in diesen

klassischen Pendlerwohnorten zieht zwar an, ist aber weiterhin unter dem in den

nahe gelegenen Großstädten. In Offenbach schnellen die Angebotsmieten um 10

Prozent auf 11,10 Euro, bleiben aber trotzdem unter den 14,50 Euro (+4 Prozent)

im benachbarten Frankfurt am Main. In Reutlingen steigt das Niveau auf 10,20

Euro, ist aber trotz 10 Prozent Zuwachs günstiger als das rund 40 Kilometer

nördlich gelegene Stuttgart mit 13,40 Euro (+3 Prozent). In Augsburg bei München

werden bei Neuvermietungen im Median derzeit 10,60 Euro verlangt - 6 Prozent

mehr als im 1. Halbjahr 2019.

Berlin: Steigende Preise in der Stadt, fallende in Potsdam

Ein Sonderfall ist Berlin: In der Hauptstadt gilt zwar derzeit der Mietendeckel,

trotzdem steigt der Medianpreis um 4 Prozent auf 12,20 Euro. Darin enthalten

sind jedoch auch die Angebotsmieten von Neubauten mit einem Baujahr ab 2014, die

nicht von der Regulierung betroffen sind. Deren Preisniveau steigt umso stärker,

wie eine detaillierte immowelt Analyse des Berliner Immobilienmarkts (https://ww

w.immowelt-group.com/presse/pressemitteilungenkontakt/immoweltde/202 0/mietendeck

el-spaltet-berliner-markt-bestandsmieten-sinken-um-bis-zu-18-prozent -neubauten-s

teigen-um-17-prozent/) zeigt. In Potsdam hingegen, rund 30 Kilometer vor den

Toren Berlins, sinkt der Preis von 11 auf 10 Euro - mit 9 Prozent der größte

Rückgang der Untersuchung. Nach zuletzt starken Anstiegen, die die Mieten in der

brandenburgischen Landeshauptstadt stellenweise auf das Niveau von Berlin hoben,

folgt dort bereits seit Ende 2019 eine Preiskorrektur.

Preisrückgänge in kleineren Universitätsstädten

Eine moderate Entlastung des Wohnungsmarktes stellt sich in Universitätsstädten

ein. Wo eine Hochschule in der Vergangenheit für beständigen Zuzug von neuen

Studenten sorgte, stiegen vielerorts die Median-Preise auf teils über 10 Euro

pro Quadratmeter an. Derzeit scheint damit die Grenze erreicht: In Erlangen

sinkt der Preis auf 10,70 Euro (-2 Prozent), in Ulm auf 10 Euro (-3 Prozent) und

in Heidelberg auf 11,10 Euro (-4 Prozent). Um jeweils 5 Prozent gehen die Mieten

in Münster auf 10 Euro und in Freiburg auf 11,90 Euro zurück. Dass die

Hochschulen größtenteils auf Online-Lehrbetrieb umgestellt haben, und daher

beispielsweise weniger Studienanfänger neue Wohnungen suchen, wirkt sich

anscheinend bereits auf den Mietmarkt in Städten aus, die traditionell einen

hohen Anteil an Studierenden aufweisen.

Im bundesweiten Vergleich können Mieter in ostdeutschen Großstädten weiterhin

recht günstigen Wohnraum finden - trotz stabil steigender Angebotsmieten: In

Dresden wächst der Quadratmeterpreis im Median um 3 Prozent auf 7,70 Euro.

Leipzig erreicht nach einem Anstieg von 4 Prozent die Marke von 7 Euro.

Ausführliche Ergebnistabellen zu den 80 untersuchen Städten stehen hier zum

Download bereit. (https://content.cdn.immowelt.com/iw_group/Redaktion/Pressemitt

eilungen/2020/2020_07_09_Tabellen_Miete_Jahresvergleich.pdf?v=159420 0033)

Ein druckfähiges Foto von Prof. Dr. Cai-Nicolas Ziegler, CEO von immowelt, steht

hier zur Verfügung. (https://www.immowelt-group.com/presse/bilder-und-logos/)

Berechnungsgrundlage:

Datenbasis für die Berechnung der Mietpreise waren auf immowelt.de inserierte

Angebote. Dabei wurden ausschließlich Angebote berücksichtigt, die vermehrt

nachgefragt wurden. Die Preise geben den Median der jeweils in den Monaten

Januar bis Juni 2019 und 2020 angebotenen Wohnungen (40 bis 120 Quadratmeter)

wieder. Der Median ist der mittlere Wert der Angebotspreise. Bei den Mietpreisen

handelt es sich um Nettokaltmieten bei Neuvermietung.

Pressekontakt:

immowelt AG

Nordostpark 3-5

90411 Nürnberg

Barbara Schmid

+49 (0)911/520 25-808

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Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/24964/4647123

OTS: Immowelt AG

AXC0083 2020-07-09/09:11

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