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Weltspartag: Kosten beim Fondssparen können sich läppern / AK: Performance ist nicht gleich Rendite - Banken sollten bei Werbung genau trennen zwischen Spar- und Anlageprodukten

Hat die AK Wien am gestrigen Dienstag noch die niedrigen Zinsen, aber teils hohen Gebühren für Sparbücher ins Visier genommen, knöpft sie sich am Mittwoch - einen Tag vorm Weltspartag - die Fondssparprodukte der Banken vor. Denn auch diese kämen oft mit zahlreichen Spesen.

So können beim Fondssparen Gebühren für den Ankauf und Verkauf eines Fonds, den Wechsel auf einen anderen Fonds, die Verwaltung sowie das Wertpapierdepot selbst anfallen. "Die erfahrungsgemäß viel beworbene Fonds-Performance ist also nicht mit der individuellen Anleger-Rendite ident", sagt Christian Prantner von der AK. Zudem würden Produktnamen wie Fondssparen oder Fondssparbuch "fälschlicherweise die Sicherheit des Sparbuchs suggerieren", so die AK in einer Aussendung.

Banken sollten daher bei der Bewerbung ihrer Produkte auf die genaue Trennung zwischen Sparen am Sparbuch und Wertpapieranlagen trennen. "Denn manche Werbebotschaften von Banken erwecken den Eindruck, als ob Anlegen in Fonds gleichrangig sei wie Sparen am Sparbuch", sagte Prantner. Den Kunden rät der AK-Experte, sich von ihrer Bank detailliert beraten zu lassen, was die Nebenkosten eines Fondsspar-Produkts, aber auch das Risiko des Fonds, also seine Volatilität, betrifft.

bel/sp

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