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BeSt-KESt

Kundeninformation: Aufhebung der EU-Quellensteuer – Änderungen BeSt-KESt (Ausländer-KESt)

Das EU-Abgabenänderungsgesetz 2016 sieht vor, dass mit Wirksamkeit 1.1.2017 die EU-Quellensteuer aufgehoben und damit nicht mehr eingehoben wird. Stattdessen tritt der automatische Informationsaustausch (AIA) in Kraft, den Österreich mit den EU-Mitgliedsstaaten sowie einer Reihe von Drittstaaten abgeschlossen hat. Dadurch sind österreichische Finanzinstitute zur Übermittlung von Kontodaten an das Finanzamt verpflichtet. Diese Daten werden in weiterer Folge an ausländische Steuerbehörden im Rahmen der Common Reporting Standards weitergeleitet.

Für Personen, die in Österreich weder ihren Wohnsitz noch ihren gewöhnlichen Aufenthalt haben, entfällt somit seit 01.01.2017 die EU-Quellensteuer. Dies bedeutet jedoch nicht, dass die Besteuerung von Zinszahlungen zur Gänze entfällt. Die Besteuerung von Zinszahlungen unterliegt dann der BeSt-KESt, wobei bei Geldeinlagen und nicht verbrieften sonstigen Forderungen bei Kreditinstituten der Steuersatz von 25% zur Anwendung kommt.
Die BeSt-KESt beträgt 27,5% für:

  • Zinszahlungen von Wertpapieren von österreichischen Emittenten
  • von Investmentfonds, die Produkte von österreichischen Emittenten im Portfolio haben
  • von ausländischen Fonds, die keine Meldungen an die österreichische Meldestelle tätigen (Nichtmeldefonds)
Durch die Vorlage einer Ansässigkeitsbescheinigung im Original können jedoch natürliche Personen von der BeSt-KESt ausgenommen werden. Das Formular für die Ansässigkeitsbescheinigung „ZS-QU1“  kann von der Homepage des BMF heruntergeladen werden  (bmf.gv.at) und ist von der Steuerverwaltung des jeweiligen Ansässigkeitsstaates zu unterzeichnen. Die vorgelegte Ansässigkeitsbescheinigung gilt grundsätzlich 5 Jahre und ist danach neu vorzulegen. Dies gilt allerdings ausschließlich für Neukunden, die in einem Staat ansässig sind, mit dem ein automatischer Informationsaustausch(AIA-Staat) stattfindet.

Für Kunden aus jenen Staaten, die nicht am AIA teilnehmen, ist keine Befreiung von der BeSt-KESt möglich. Maßgeblich für die Einhebung der BeSt-KESt ist somit die Ansässigkeit des Kunden, wobei zwischen AIA und non AIA-Staaten unterschieden wird.

Für Bestandskunden (Vertragsbeziehung vor dem 01.01.2017), die in AIA-Staaten ansässig sind, ergeben sich keine Änderungen. Sie bleiben von der BeSt-KESt befreit.

Die nachfolgende Tabelle veranschaulicht die unterschiedlichen Konstellationen, die zur Einhebung bzw. Befreiung von der BeSt-KESt führen:

  Neukunden (ab 01.01.2017) Bestandskunden (Bis 31.12.2016)
AIA mit Ansässigkeitsbescheinigung:
keine BeSt-KESt
 
ohne Ansässigkeitsbescheinigung:
BeSt-KESt
keine BeSt-KESt
non-AIA keine BeSt-KESt Befreiung möglich keine BeSt-KESt Befreiung möglich










Alle rechtlichen und steuerlichen Informationen der BNP Paribas S.A. Niederlassung Österreich sind ohne Gewähr und stellen auf den Zeitpunkt der jeweiligen Information ab. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit sowie die Aktualität der Informationen, insbesondere der Aktualität der Kursinformationen, wird keine Haftung übernommen. Alle Angaben dienen lediglich als Erstinformation einem allgemeinen Überblick und ersetzen bei der Beurteilung von Einzelfällen nicht die Beratung durch einen Steuersachverständigen. Für detaillierte und weiterführende Informationen kontaktieren Sie bitte Ihre zuständige Steuerbehörde oder einen Steuerberater. Diese Mitteilung wurde ausschließlich zu Informationszwecken erstellt und stellt keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf eines bestimmten Wertpapiers oder zur Verfolgung einer bestimmten Anlagestrategie oder eine sonstige Form der Anlageberatung dar. Stand: 08/2017

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